3. Liga - Saison 2026/2027 - 10. Spieltag - Samstag 17.10.2026  - 14:00 Uhr
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  • Hinweise zum Heimspiel gegen Hansa Rostock

    Am Samstag, 17.10.2026, empfängt Alemannia Aachen um 14:00 Uhr den F.C. Hansa Rostock im Rahmen des 10. Spieltages der 3. Liga auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.

    Am Samstag, 17.10.2026, empfängt Alemannia Aachen um 14:00 Uhr den F.C. Hansa Rostock im Rahmen des 10. Spieltages der 3. Liga auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.

    Tickets: Tageskarten sind an den gängigen Vorverkaufsstellen zu den gewohnten Öffnungszeiten, bis Samstag um 10:00 Uhr online (bis Samstag 10:00 Uhr als Print@Home-Tickets oder bis Freitag, 18 Uhr mit Option Abholung am Info-Point) oder ab 12 Uhr (ab 10 Uhr im Fanshop) an den Tageskassen Nordost, Südost und Südwest zu erwerben. Pro Kasse ist an einem Teil der Schalter EC-Zahlung zusätzlich zu Barzahlung möglich – bitte die Ausschilderungen beachten. Der Vorverkauf wird empfohlen. Bis zur Halbzeitpause sind am Eingang Südost Spätkassen geöffnet. Schiedsrichterkarten gibt es am Spieltag an der Kasse Nordwest.

    Hinterlegte Tages- und Dauerkarten für die Heimbereiche können bis Freitag, 18 Uhr im Fanshop am Tivoli sowie von ca. 11:45 am Info-Point (Holzbude Nähe Eingang Südwest) abgeholt werden, ab Spielbeginn bis zur Halbzeitpause an der Spätkasse am Eingang Südost.

    Verfügbare Blöcke: Geöffnet werden Block O1-O6, Block S1-S6, Block W1-W4, Block N6, die Rollstuhlplätze sowie der Logen- und Businessbereich. Die Blöcke S3, S4 sowie der Logen- und Businessbereich sind bereits ausverkauft.

    Es werden die Eingänge Südwest, Südost, Nordost und Nordwest geöffnet. Innerhalb des Heimbereichs kann der Eingang frei gewählt werden; die Karten sind an den Drehkreuzen entsprechend freigeschaltet. Lediglich für die Blöcke W3 und W4 ist zwingend der Eingang Nordwest zu nutzen.

    Änderung der Bambini-Karten-Kontrollen: Pro Eingang ist ein Drehkreuz für Bambini-Karten reserviert. Bambini-Karten können ab sofort nur an diesen Drehkreuzen genutzt werden. Die betroffenen Drehkreuze können auch ausschließlich nur für Bambini-Karten genutzt werden. Die besagten Drehkreuze befinden sich jeweils an der Seite der Drehkreuzreihe in Richtung der Wand.

    In den Stehplatz-Blöcken muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen unbedingt freigehalten werden müssen!

    In den Familienblöcken N6 und W1 gilt grundsätzlich ein Rauchverbot. Zudem sollte ein kindergerechtes Verhalten vorgelebt werden.

    Fans von Hansa Rostock: Für Gästefans werden die Blöcke N1 und N2 geöffnet. Der Eingang und die Tageskasse befinden sich im Nordwesten des Stadions aus durch den Tunnel – bitte beachtet die Hinweise des Ordnungsdienstes. An der Gästekasse ist sowohl Bar- als auch Kartenzahlung möglich. Der Block N1 ist bereits ausverkauft. An der Tageskasse sind ausschließlich Tickets für den Block N2 erhältlich. Rollstuhlfahrer aus Rostock nehmen bitte den Eingang Nordwest für Rollstuhlfahrer.

    Außerhalb des Gästeblockes ist das Tragen von Fankleidung des Gastvereins nicht gestattet.

    Gästefans nutzen für die Anreise bitte folgende Route: Autobahn A4 → Ausfahrt Aachen-Zentrum passieren → nächste Ausfahrt Aachen-Laurensberg nehmen → rechts abbiegen und wieder auf die A4 Richtung Köln / Kreuz Aachen auffahren → Ausfahrt Aachen-Zentrum nehmen → rechts auf die Krefelder Straße Richtung Zentrum abbiegen → am ADAC rechts in den Eulersweg → 2. links in den Soerser Weg → links abbiegen in die Straße „Am Sportpark Soers“

    Anreise mit der Bahn: Gästefans, die mit der Bahn nach Aachen reisen, finden am Aachener Hauptbahnhof Shuttlebusse vor, die bis zum Gästeeingang des Tivoli fahren. Diese Busse erreicht man, wenn man den Bahnhof über den Haupteingang verlässt. Dies gilt auch für die Rückfahrt nach dem Spiel. Bitte zügig in die Busse einsteigen. 

    Im Block muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen unbedingt freigehalten werden müssen! Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Fluchttore in ihrer Funktion durch das Aufhängen von Zaunfahnen nicht beeinträchtigt werden.

    Anreise / Parken:    

    Mit dem ÖPNV:

    Ab 11:30 Uhr setzt die ASEAG ab Hauptbahnhof und Bushof (alle 5 Minuten), ab Würselen (alle 10 Minuten) und ab Baesweiler/Alsdorf (alle 15 Minuten) zusätzliche Busse ein. Auch für die Linien 1, 25 (beide ab Stolberg), 35 (ab Breinig), 52 (ab Eschweiler) und 54 (ab Merkstein) werden zusätzliche Busse eingesetzt. Genauere Informationen zu den Abfahrtzeiten und Haltestellen sind unter www.aseag.de/alemannia-aachen zu finden.

    Tages- und Dauerkarten gelten innerhalb der Städteregion Aachen kostenlos als Fahrausweis mit Bus und Bahn für die An- und Abreise. Wir empfehlen, wenn möglich, eine Anreise mit dem ÖPNV.

    Mit dem PKW:

    Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens rund um den Tivoli wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Informationen zu PKW-Parkplätzen finden Sie auf den Seiten der APAG: https://www.apag.de/de/event-parken/alemannia-heimspiele.

    Die Zufahrt zur Nordeinfahrt des Parkhauses erfolgt ausschließlich über die Krefelder Straße und anschließend über die Albert-Servais-Allee. Hier weisen die Verkehrskadetten den Weg. Selbstverständlich ist das Parkhaus auch vom Süden aus zu erreichen über die Zufahrt am Hit. Zusätzlich stehen die Parkplätze Areal A (Zufahrt über Albert-Servais-Allee), Finanzamt (Zufahrt über Am Gut Wolf) und Areal D (Gäste; Zufahrt über Soerser Weg) zur Verfügung.

    Wegen der erwarteten Besucherzahl gilt das Anwohnerschutzkonzept, d.h. insbesondere, dass einige Straßen in den umliegenden Wohngebieten nur für Anwohner befahrbar sein werden.

    Achtung: Bitte beachtet, dass es aktuell bei der A4 kurz vor der Ausfahrt Aachen Zentrum zu Bauarbeiten kommt und die Ausfahrt Aachen Zentrum in Richtung Niederlande gesperrt ist. Orientiert euch an der offiziellen Umleitung über die Autobahn-Abfahrt Laurensberg oder ihr nehmt die A544 Richtung Europaplatz und nehmt die Ausfahrt Aachen Rothe Erde.

    Awareness: Zur Saison 2026/27 greift das neue Awareness-Konzept der Alemannia. Das Herzstück des neuen Konzepts ist das Awareness-Team. Alle Mitglieder wurden vor ihrem Einsatz besonders geschult. Sie lernen, wie sie Menschen in schwierigen Situationen unterstützen können, welche rechtlichen Regeln wichtig sind und wie eine gute und respektvolle Kommunikation funktioniert. Damit alle Besucherinnen und Besucher das Team am Spieltag leicht erkennen können, trägt es einheitliche Kleidung mit einem eigenen Symbol. Die Mitglieder sind an festen Stellen im Stadion zu finden und gehen außerdem durch das Stadion, damit sie schnell helfen können.

    Menschen, die Hilfe brauchen oder einen Vorfall melden möchten, sollen das schnell und einfach tun können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann das Awareness-Team direkt ansprechen, eine digitale Meldeplattform nutzen, die Notfall-Hotline anrufen oder das Codewort „Wo ist Karla“ verwenden. Auch am Fan-Treff gibt es eine feste Anlaufstelle. Die verschiedenen Möglichkeiten werden im Stadion sichtbar sein. 

    Stadionöffnung Das Stadion öffnet um 12:00 Uhr. Eine frühzeitige Anreise wird empfohlen. Der Fanshop öffnet um 10 Uhr und ist ab Stadionöffnung nur von innen erreichbar. Auch nach Spielende ist der Shop noch geöffnet.

    Biergarten: Auch am kommenden Samstag steht auf dem Tivoli-Vorplatz wieder ein kleiner Biergarten zur Verfügung, der den Fans vor und nach dem Spiel als zusätzlicher Treffpunkt zur Verfügung steht. Mit einigen Biergarnituren, einem Getränkewagen und einem geöffneten Kiosk.

    Los geht es am Samstag um 11:00 Uhr. Der Bierwagen steht ab diesem Zeitpunkt zur Verfügung. Zusätzlich wird ebenfalls ab 11:00 Uhr der Kiosk O3 nach außen hin geöffnet und bietet Getränke an. Für die Besucher stehen Toiletten im Umlauf des Tivoli auch bereits vor der Stadionöffnung zur Verfügung.

    Während des Spiels bleibt der Biergarten von 14 bis 16 Uhr geschlossen. Im Anschluss wird er noch einmal bis 17 Uhr geöffnet. Der Zugang zum Biergarten ist kostenlos. Bezahlung vor Ort für Speisen und Getränke ist nur bargeldlos möglich.

    Verpflegung: Für das leibliche Wohl sind im Umlauf alle Kioske in den geöffneten Blöcken sowie der Klömpchensklub geöffnet. Am Kiosk S2 wird es eine Bier-Fastlane geben, an denen lediglich Bier und Wasser ausgeschenkt wird. Außerdem wird im Raum neben dem Fantreff unter der Werner-Fuchs-Tribüne ein weiterer Stand für den Getränkeverkauf geöffnet. Zusätzlich werden wieder Bier Runner eingesetzt. Bis zur Stadionöffnung werden auf dem Vorplatz Kioske nach außen geöffnet. An den Kiosken O1 bis O4 sowie S2 bis S4 ist nur Kartenzahlung möglich! Wichtig: Weiterhin dürfen pro Bestellung nur noch sechs Getränke bestellt werden.

    Sonstiges: Am Fantreff sind Karten für das Spiel beim VfB Stuttgart II erhältlich.

    Übertragung Das Spiel kann – außer im Liveticker und im 100‘5 Alemannia Livestream – auch als Liveübertragung bei MagentaSport oder dem WDR verfolgt werden. Dazu bietet der WDR auch einen Audio-Livestream an.

„Werden über unsere Grenzen gehen müssen“

Der Vorbericht zum Spiel gegen Hansa Rostock

Die Englische Woche endet für die Alemannia mit dem Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock. Nach zwei Niederlagen wollen die Kaiserstädter am Tivoli wieder ein anderes Gesicht zeigen. Anpfiff der Partie gegen die Kogge ist am Samstag um 14:00 Uhr.

121 Kilometer legte die Alemannia im Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden zurück, darunter zahlreiche intensive Laufwege. Der Einsatz stimmte, doch die Kaiserstädter konnten ihre Chancen auf die Führung nicht nutzen. Stattdessen trafen die Gastgeber zu ungünstigen Zeitpunkten und besiegelten die nächste Niederlage. Für Cheftrainer Mersad Selimbegovic ist dabei vor allem ein Muster erkennbar: „Was sich durch die ganze Saison bislang zieht, ist, dass wir nach einem Gegentor nicht mehr den Turnaround schaffen. Gegen Viktoria Köln haben wir mit dem Anschlusstreffer angedeutet, dass wir zurückkommen können. Wir geben uns aber nicht auf. Uns fehlt im Moment vorne die Durchschlagskraft und wir lassen zu viel liegen.“

Gleichzeitig betont Selimbegovic, dass die Mannschaft ihren läuferischen Einsatz beibehalten müsse. Wenn die Alemannia ihre Laufleistung auf diesem Niveau abrufe, werde man sich auch wieder mit einem Führungstreffer belohnen und ein Spiel auf die eigene Seite ziehen – so wie gegen Fortuna Düsseldorf vor der Länderspielpause.

Entscheidend sei nun, auch in einer schwierigen Phase beharrlich zu bleiben. „Wenn es gut läuft, muss man dranbleiben, damit diese Phasen so lange wie möglich anhalten. Genauso beharrlich und konsequent müssen wir aber in schlechten Phasen sein, damit sie so schnell wie möglich vorbei sind. Es liegt gemeinsam an uns, und damit meine ich uns alle im Verein, dafür zu sorgen, dass diese Phase schnell vorbei ist und es für die Jungs wieder in die andere Richtung geht. Wenn einer schwächelt, müssen alle anderen es auffangen. Es kann nur so gehen“, appelliert der Cheftrainer.

Der große Aufstiegsfavorit von der Ostseeküste

Auch Hansa Rostock musste zuletzt einen Rückschlag hinnehmen. Beim Heimdebüt des neuen Cheftrainers André Breitenreiter unterlagen die Rostocker dem tief stehenden SV Meppen mit 0:2.

Mit 15 Punkten belegt der F.C. Hansa derzeit den vierten Tabellenplatz. Die Saison ist noch lang, doch das Ziel der Rostocker ist klar: Sie wollen in die 2. Bundesliga. Dass ihnen dies zugetraut wird, zeigt auch eine Trainerumfrage vor Saisonbeginn. Gleich 17 Trainer nannten Hansa Rostock als Aufsteiger. Alemannias Cheftrainer Mersad Selimbegovic erklärt: Jeder Spieler im Rostocker Kader – von vorne bis hinten – könne bei jedem anderen Drittligisten von Beginn an spielen. Zwar befinde sich die Mannschaft ebenfalls noch in einem Entwicklungsprozess, mit André Breitenreiter habe der Verein aber einen erfahrenen Trainer verpflichtet, der schon viel erlebt habe und Hansa weiterhelfen könne.

„Hansa ist aufgrund der Körpergröße in der Lage, über Standards Tore zu erzielen. Sie sind gut im Spiel mit dem Ball, haben über die Außen schnelle Spieler und vorne mit Voglsammer, Krauss und Dajaku Akteure, die in jedem Spiel etwas Besonderes machen können. Dazu haben sie ein brutal gut besetztes Mittelfeld“, erklärt Selimbegovic. Zudem macht er klar: „Wir werden über unsere Grenzen gehen müssen.“

Die Rahmenbedingungen und das Personal

Nathan Bitumazala sollte für das kommende Spiel zur Verfügung stehen. Danilo Wiebe ist dagegen angeschlagen und sein Einsatz somit fraglich. Auch Mika Schroers könnte nach seiner Erkrankung wieder zum Einsatz kommen, nachdem er zuletzt noch nicht bei 100 Prozent war. Mika Hanraths stand zwar in den vergangenen beiden Spielen bereits im Kader, bei einem möglichen Einsatz möchte man jedoch nichts riskieren und entsprechend vorsichtig vorgehen. Gideon Jung, Jonas Oehmichen und Marius Wegmann fallen dagegen weiterhin aus.

Alemannia Aachen rechnet im morgigen Heimspiel mit 25.000 Fans auf dem Tivoli. Darunter sind auch 2.000 Gästefans, die den Weg von der Ostseeküste in die Kaiserstadt antreten.

Wer nicht im Stadion dabei sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia-Livestream oder bei MagentaSport. Der WDR bietet dazu sowohl einen Video- als auch Audio-Livestream an.  

Alemannia Aachen ist seit vier Spielen gegen die Kogge ungeschlagen. Während die Kaiserstädter in der letzten Spielzeit jeweils einen Rückstand noch in ein Unentschieden verwandeln konnten, gab es in der Saison 2024/25 zwei 2:1-Siege gegen den FCH. Insgesamt haben beide Mannschaften bereits 14 Spiele gegeneinander absolviert. Die Bilanz ist dabei nahezu ausgeglichen: Vier Siege für die Alemannia, fünf Unentschieden sowie fünf Spiele, in denen Hansa am Ende als Sieger vom Platz ging.

Die Partie wird von Schiedsrichter Eric Weisbach geleitet. In der vergangenen Spielzeit war er zwei Mal bereits auf dem Tivoli im Einsatz: Beim 4:1-Sieg gegen Energie Cottbus sowie beim 1:1 gegen Hansa Rostock. An den Linien wird er morgen von Max Kluge und Matthias Munkler unterstützt. Vierter Offizieller ist Kristijan Rajkovski.

Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Riemann – da Silva Kiala, Leonard, Bagkalianis – Scepanik (73. Torsiello), Wiebe, Loune (87. Wäschenbach), Wagner (73. Koscierski) – Köster (68. Starodid), Ermolaev (87. Izekor) – Schroers / Trainer: Mersad Selimbegović

FC Hansa Rostock: Unbehaun – Bohnert, Gürleyen, Carstens, Kölle (84. Brzozowski) – Dietze (66. Michaelis), Fatkic – Karada (66. Voglsammer), Kopacz (66. Dirkner), Dajaku (46. Krauß) – Holten / Trainer: Andre Breitenreiter

Tore

1:0 Köster (8.), 2:0 Scepanik (26.)

Verwarnungen

  Kopacz (27.),   Leonard (28.),   Bagkalianis (49.),   Dietze (56.),   Köster (60.),   Ermolaev (74.),   Wiebe (85.),   (90.+3),   (90.+3),   Dirkner (90.+5)

Ecken

2 / 3

Schiedsrichter:

Eric Weisbach (Halle) – Max Kluge, Matthias Munkler

Zuschauer:

24.430 (davon ca. 2.100 aus Rostock)

Wetter:

10 Grad, Regenschauer

Besondere Vorkommnisse:

Gelbe Karten für Alemannias Torwarttrainer Ljubicic (90+3.) und Hansas Trainer Breitenreiter (90+3.)

Alemannia ringt Hansa Rostock mit 2:0 nieder

Sieg im letzten Spiel der Englischen Woche

Am Ende der Englischen Woche ringt Alemannia Aachen in einem leidenschaftlich geführten Spiel den Aufstiegsaspiranten Hansa Rostock mit 2:0 nieder. Beide Tore fielen vor dem Seitenwechsel. Während Louis Köster einen Konter zur Führung veredelte (8.), sorgte Lukas Scepanik mit einem Freistoß aus über 25 Metern für den zweiten Aachener Treffer (26.) - und damit für den Endstand. Jonas Dirkner sah kur vor Abpfiff der Partie noch die Rote Karte nach einem Foul an Kacper Koscierski (90.+5).

Bereits vor Anpfiff verwandelte sich der Tivoli in einen Hexenkessel. Sowohl die Werner-Fuchs-Tribüne als auch der Gästeblock legten stimmgewaltig los und brüllten ihre Mannschaften nach vorne. Die Alemannia, bei der die zuletzt angeschlagenen Danilo Wiebe und Mika Schroers in der Startelf standen, sog diese Atmosphäre auf und erwischte den besseren Start. Ein erster Distanzschuss von Joel da Silvs Kiala flog zwar noch über das Tor (5.), nicht aber der nächste Abschluss der Alemannia. Nach einem Umschaltmoment bediente Schroers Köster mit einem Steilpass. Im Sechzehner angekommen, tunnelte Köster Luca Unbehaun im Tor der Rostocker und erzielte die Aachener Führung (8.). Damit hatte die Alemannia das nötige Glück im Abschluss, was in den letzten beiden Spielen fehlte.

Aber auch Hansa Rostock meldete sich in Folge an. Die Spieler der Kogge sorgten vor allem über ihre Flügel für Gefahr. So kamen sie auch zu ihrer größten Chance des ersten Durchgangs. Nach einer Flanke von Leon Dajaku kam Stürmer Emil Holten kur vor dem Tor noch mit dem Fuß an den Ball. Manuel Riemann stand aber genau richtig und packte sicher zu (20.). Die meisten Angriffe über die Flügel zerschellten aber an Petros Bagkalianis, der sich mit dem Rostocker David Kopacz ein Privatduell lieferte - an dessen Ende er Sieger blieb.

Lukas Scepanik trifft weiter und weiter

Die Alemannia bestach vor allem über ihre starke Zweikampfführung. Immer wieder schmissen sich die Schützlinge von Mersad Selimbegovic in die Zweikämpfe hinein und verhinderten damit Rostocker Durchbrüche. Aber auch in der Hälfte der Hanseaten gingen die Kaiserstädter resolut in die Duelle mit ihren Gegenspielern. Nach einem Foulspiel an Mehdi Loune gab es Freistoß aus 25 bis 30 Metern. Während sich alle auf eine Hereingabe einstellten, hatte Scepanik andere Pläne. Der treffsicherste Alemanne der diesjährigen Drittligasaison schoss direkt aufs Tor und überraschte Unbehaun, der den Einschlag nicht mehr verhindern konnte (26.).

Die Alemannia zog das bis dato ausgeglichene Spiel nach dem zweiten Treffer mehr auf ihre Seite und hätte vor der Pause das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben können. Georg Ermolaev setzte sich auf Außen gegen gleich zwei Gegenspieler durch und zog ins Zentrum, sein Schuss wurde noch abgefälscht und damit beinahe zur Vorlage für Schroers, der am zweiten Pfosten knapp verpasste (31.). Wenige Minuten später waren es wieder Schroers und Ermolaev. Schroers schickte Ermolaev links in den Sechzehner, aus spitzem Winkel traf er aber nur das Außennetz (36.).

Hansa macht Druck nach der Pause

Der defensiv stark aufspielende Dylan Leonard hätte nach Wiederanpfiff für eine ruhige zweite Halbzeit sorgen können. Nach einer Hereingabe von Mehdi Loune kam er frei vor dem Tor zum Abschluss, legte den Ball aber knapp links am Tor vorbei (46.). Stattdessen kam in der Folge Hansa Rostock immer besser in die Begegnung und drückte auf den Anschlusstreffer. Vor allem der zur Pause eingewechselte Maximilian Krauß sorgte für Gefahr. Vor allem in den ersten 15 Minuten drückte Hansa Rostock mit aller Macht auf das 1:2. Zunächst scheiterte der im Sechzehner freistehende Niklas Kölle an Riemann (51.). Kurz darauf forderte Hansa nach einem vermeintlichen Handspiel von Köster Rot und Elfmeter, Schiedsrichter Eric Weisbach ließ allerdings weiterlaufen (52.). Nur wenig später jagte Kopacz aus rund zehn Metern Entfernung den Ball über die Latte (54.).

Der Schuss von Kopacz markierte allerdings das Ende der Rostocker Druckphase. Die Alemannia gewann immer mehr den Zugriff zurück, kam zu mehr Entlastungsangriffen und somit auch wieder zu eigenen Chancen. Nach einem Freistoß köpfte Bagkalianis aus spitzem Winkel aufs Tor, scheiterte aber an der Parade von Unbehaun (64.). Auch der im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselte Daniel Starodid konnte den Rostocker Keeper mit seinem Schlenzer von der Strafraumgrenze aus kein weiteres Mal überwinden (82.). Zwar nutzte die Alemannia die sich bietenden Räume nicht mehr für ein drittes Tor, hielt die Gäste von der Ostseeküste aber auch vom eigenen Tor fern. Die einzig nennenswerte Aktion der Schlussphase war ein Foulspiel von Dirkner an Koscierski. Der Rostocker traf die Leihgabe des VfL Bochum mit seinem Ellbogen im Gesicht und sah daraufhin die Rote Karte (90.+5). Nur wenige Momente später pfiff Schiedsrichter Weisbach ab und die Alemannia feierte nach kämpferischen 90 Minuten den dritte Heimsieg der laufenden Saison.

Zum Spiel

Mersad Selimbegovic: „Es war ein sehr intensives Spiel auf einem guten, aber schwer zu bespielenden Platz. Wie beim letzten Mal hat es vor dem Spiel viel geregnet. Im Spiel selbst haben wir uns an unseren Matchplan gehalten und haben den Gegner da hin bekommen, wo wir ihn haben wollten. Wir haben schnell zugeschlagen, müssen in der ersten Halbzeit einige Umschaltmomente aber noch sauberer ausspielen. Wenn uns das gelingt, dann entscheiden wir das Spiel bereits in der ersten Halbzeit.“

„So war es klar, dass der Gegner nochmal kommen würde. Trotzdem haben wir die erste richtig große Chance nach dem Seitenwechsel. Es war danach aber nicht so einfach, die Rostocker Angriffe zu verteidigen. Wir haben auf den Außen nicht mehr gut genug gedoppelt und haben zu viele Flanken zugelassen. Manchmal hatten wir aber auch das nötige Quäntchen Glück, dass Rostock seine Chancen nicht genutzt hat. Insgesamt finde ich, dass es ein gutes und intensives Drittligaspiel war, in dem wir am Ende ein bisschen besser waren. Die drei Punkte sind am Ende dieser anstrengend und nicht so guten Englischen Woche für uns sehr wichtig. Es war heute ein Kraftakt, deswegen ein Riesenlob an die Jungs, was sie heute rausgehauen haben. Jetzt sollen sie sich erholen, den Sieg genießen und dann nächsten Samstag weitermachen.“

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