FC Carl Zeiss Jena: Liesegang (46. Härting) – Butzen (46. Kampe), Hessel (46. Hehne), Reddemann (46. Talabidi), Krämer (46. Hoppe) – Fritz (46. Schau) – Burmeister (46. Teuber), Weihrauch (46. Schoima), Werner (46. Lankford), Munster (46. Kratzenberg) – Oduah (46. Kirchhoff; 76. Prokopenko) / Trainer: Volkan Uluç
Alemannia Aachen: Pseftis (46. Olschowsky) – Scepanik (46. Wegmann), da Silva Kiala, Meyer, Strujic – Loune (82. Nepomuck), Lorch (46. Wiebe), Ademi, Elekwa (46. Bahn) – Richter (59. Sulejmani), Castelle (46. Gindorf) / Trainer: Mersad Selimbegović
0:1 Castelle (33.), 0:2 Gindorf (67.), 0:3 Bahn (85.)
Talabidi (67.), Gindorf (79.)
120 (in Kumköy)
16 Grad, sonnig
Alemannia Aachen schlägt Carl Zeiss Jena mit 3:0
Die Schwarz-Gelben setzten sich im ersten Testspiel des Trainingslagers in Belek klar mit 3:0 gegen den FC Carl Zeiss Jena durch. Dabei erspielte sich die Alemannia eine Vielzahl an Chancen. Niklas Castelle brachte die Aachener in der ersten Halbzeit in Führung (35.). Lars Gindorf (64.) und Bentley Baxter Bahn (86.) erhöhten im zweiten Durchgang.
Die Kaiserstädter mussten aufgrund von Verletzungen und Erkältungen auf einige Spieler verzichten. So lief Joel da Silva Kiala beispielsweise als Rechtsverteidiger auf und wusste auf dieser Position zu überzeugen. Immer wieder sorgte er mit langen Bällen für Gefahr vor dem Tor der Thüringer.
Die erste Chance des Spiels resultierte jedoch aus einem Einwurf von Sasa Strujic. Marc Richter legte im Strafraum für Emmanuel Elekwa ab, der das Tor knapp verfehlte (5.). In der Folge drückte die Alemannia mächtig aufs Gaspedal. Nach einem der zahlreichen langen Zuspiele von da Silva Kiala kam Elekwa erneut an den Ball, setzte sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch, traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz (8.). Wenig später war es erneut Elekwa, der mit seinem Zuspiel den am langen Pfosten positionierten Mehdi Loune nicht erreichte (12.).
Alemannia Aachen hält Jena vom eigenen Tor weg
Knapp zehn Minuten später folgte die bis dahin größte Chance des Spiels: Richter spielte an der Strafraumgrenze auf Castelle. Die Leihgabe des SSV Ulm tanzte zunächst seinen Gegenspieler aus, scheiterte im Strafraum dann aber am Keeper des FC Carl Zeiss Jena (21.).
Die Jenaer, aktuell Tabellenzweiter der Regionalliga Nordost, taten sich offensiv schwer. Bis auf einen Distanzschuss von Emilio Munser (24.) kamen sie nicht gefährlich vor das Aachener Tor, das in der ersten Halbzeit von Testspieler Fiotis Pseftis gehütet wurde. Nach diesem Abschluss übernahmen die Kaiserstädter jedoch wieder die Kontrolle. So scheiterte Richter nach Zuspiel von Castelle nur knapp (30.). Auch in der nächsten Aktion hatte Castelle seine Finger im Spiel: Nach Vorlage von Loune setzte er den Ball unter Bedrängnis an den Innenpfosten, von wo aus dieser ins Tor sprang (35.) – die verdiente Führung für die Alemannia. Kurz darauf hätten die Aachener beinahe nachgelegt, doch Elekwa scheiterte nach einem Konter am Jenaer Schlussmann (37.).
Gindorf und Bahn erhöhen nach der Pause
Cheftrainer Mersad Selimbegović nutzte die Halbzeitpause und rotierte seine Mannschaft ordentlich durch. Gleich fünf neue Spieler kamen in die Partie – darunter auch Lars Gindorf und Bentley Baxter Bahn, die der Begegnung in den zweiten 45 Minuten ihren Stempel aufdrücken sollten.
Die erste große Chance des zweiten Durchgangs wurde direkt von Gindorf initiiert. Nachdem er sich im Strafraum behauptet hatte, legte er quer auf Richter, der den Ball jedoch nicht richtig traf. So landete das Spielgerät schließlich bei Strujic, dessen Schuss auf der Linie geklärt wurde (49.). Kurz darauf kam auch Jena erstmals gefährlich zum Abschluss: Marcel Hoppe zog im Strafraum mit vollem Risiko ab und verfehlte das Tor nur knapp (53.).
In der Folge setzten die Kaiserstädter alles daran, das Ergebnis weiter auszubauen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß bediente da Silva Kiala den zentral positionierten Gindorf, der per Flachschuss zum 2:0 traf (64.). Wenig später hätte Gindorf sogar den Doppelpack schnüren können, schoss jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (69.).
Auch die Schlussphase gehörte der Alemannia. Danilo Wiebe verlagerte das Spiel aus dem Mittelfeld auf die rechte Seite zu da Silva Kiala. Dieser nutzte seine Freiräume und flankte butterweich in den Strafraum zu Bahn, der mit seinem Kopfball nur knapp am Torhüter scheiterte (84.). Kurz darauf durfte Bahn dann doch noch jubeln: Faton Ademi eroberte an der Grundlinie den Ball und spielte sofort zu Gindorf. Der leitete im Strafraum weiter zu Bahn, der nur noch einschieben musste (86.).
Am Ende stand ein verdienter 3:0-Erfolg für die Alemannia auf der Anzeigetafel. Viele der in den Tagen zuvor erarbeiteten Trainingsinhalte waren bereits deutlich zu erkennen. In den kommenden Tagen stehen weitere intensive Einheiten auf dem Programm, ehe am Samstag ein weiteres Testspiel gegen den VfL Bochum ansteht.
Mersad Selimbegović über...
Den Verlauf des Spiels: Es war ein solider Auftritt von uns. Wir hatten viele Torchancen, haben in der 2. Halbzeit aber auch zwei Chancen des Gegners zugelassen. Insgesamt war es aber ein Schritt in die richtige Richtung.
Wir waren deutlich mutiger im Pressing und im Spiel mit dem Ball. Am Anfang hat Jena uns noch Mann gegen Mann angegriffen. Da haben wir uns einige Male sehr gut befreit. Danach ist es einfacher geworden, weil sie Respekt vor uns hatten. Generell müssen wir uns trauen, in allen Bereichen mutig zu sein.
Die Tatsache, dass einige Spieler nicht mitwirken konnten: Dass bei uns gerade erneut viele Spieler ausfallen – sei es durch kleinere Verletzungen oder Erkältungen – macht es natürlich nicht einfacher. Es bleibt aber keine Zeit, um zu viel darüber nachzudenken oder um in Selbstmitleid zu versenken. Die Jungs, die da sind, müssen Gas geben. Die Situation muss uns einen Schub geben und dafür sorgen, dass wir noch enger zusammenrücken.
Das Debüt von Simon Nepomuck bei den Profis: Es ist der Traum eines jeden jungen Spielers und den hat er sich jetzt erfüllt. Er macht einen guten Eindruck. Zwar ist er noch etwas ruhig und schüchtern, das ist aber normal.
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