Do, 12. September 2013

Fans setzten deutliches Zeichen gegen Gewalt und Extremismus

Alemannia unterstützt Initiative der Fan-IG

  • - Trotz widrigem Wetter setzten auf Initiative der Interessensgemeinschaft der Alemannia Fans und Fanclubs gestern rund 500 Fans ein deutliches Zeichen gegen Gewalt
  • - Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Marcel Philipp, ist Schirmherr der Aktion

Veranstaltung der Fan-IG am Mittwoch, 11. September

Aachen, 12. September 2013 Auf Initiative der Interessensgemeinschaft der Alemannia Fans und Fanclubs setzten am gestrigen Abend rund 500 Alemannia-Fans ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und Extremismus. Unter dem Motto „Aachen gegen Extremismus und Gewalt“ bildeten die Anhänger gemeinsam mit Schirmherr und Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Marcel Philipp, eine Lichterkette am Tivoli. Neben Philipp unterstützen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke, das Trainerteam der Alemannia um Peter Schubert, Reiner Plaßhenrich und Sven Schaffrath sowie Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig und Insolvenzverwalter Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning der Alemannia Aachen GmbH die Aktion vor Ort.

Die Alemannia begrüßt es außerordentlich, dass die Fans ein Zeichen gegen Randalierer, Gewalttäter und Extremisten setzen. Weiterhin werden die Verantwortlichen hart gegen identifizierte Straftäter vorgehen, denn sie führen dem Verein einen immensen Schaden zu, gefährden mit ihrem Verhalten Unbeteiligte und die bisherigen Sanierungserfolge von Alemannia Aachen.

Aktuell bestehen über 100 Stadion- und Hausverbote gegen Randalierer aus Aachen. Auch aufgrund der Vorfälle bei den Auswärtsspielen gegen Fortuna Köln und Rot-Weiss Essen wurden bereits erste Hausverbote ausgesprochen, weitere könnten in Kürze folgen.

Andre Bräkling, Sprecher der Fan-IG, hatte im Vorfeld der Veranstaltung deutlich der im Internet kursierenden Meldung einer rechtsextremen Partei widersprochen, dass die Fan-IG von dieser Partei unterstützt werde. Derartige Falschmeldungen gehörten zum Konzept dieser Gruppen, sagte Bräkling. Auch Alemannia Aachen wird von einzelnen Rechtsextremen immer mal wieder mit derartigen bewussten Falschmeldungen konfrontiert, dabei hat der Verein gegen einzelne Personen, darunter dem Sprecher der besagten rechtsextremen Partei bereits vor Jahren Hausverbote ausgesprochen, die bis heute gültig sind.

Hintergrund:

Im Kampf gegen Gewalt und Extremismus setzt Alemannia Aachen auf verschiedenen Maßnahmen, deren Umsetzung in großen Teilen mit den Sicherheitskräften abgestimmt wird. So gibt es vor jedem Heim- und Auswärtsspiel Besprechungen mit Sicherheitsbehörden und dem gegnerischen Verein, um bereits im Vorfeld Maßnahmen zur Verhinderung von Vorfällen zu koordinieren. Auswärtsspiele werden zusätzlich zu den Aachener szenekundigen Polizeibeamten von eigenen Ordnern und Fanbetreuern begleitet, um bei Problemen deeskalierend einzugreifen. Entsprechend den Statuten des Deutschen Fußball Bundes werden bei Vorfällen rund um Heimspiele von der Alemannia bundesweite Stadionverbote und bei Vorfällen rund um Auswärtsspiele von der Alemannia Hausverbote sowie vom gegnerischen Verein bzw. vom DFB bundesweite Stadionverbote ausgesprochen. Einer in der Vergangenheit immer wieder auffällig gewordenen Gruppe wurde unter anderem verboten ihre Banner auf dem Tivoli zu zeigen. Darüber hinaus befasst sich auch unabhängig von Spieltagen eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Verein und Polizei mit der Bekämpfung von Gewalt und Extremismus.

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