Mo, 17. Dezember 2018

Stellungnahme

zu Vorkommnissen in Wattenscheid

Seit dem 2. Dezember 2018 sichten wir zur Verfügung gestellte Aussagen, Bilder und Handyvideos und führen ausführliche Gespräche. Hierbei tauschen wir uns mit allen Behördenvertretern aus Bochum (polizeiliche Einsatzleitung) und Aachen (szenekundige Beamte), Ordnungskräften, Fanbetreuern und Vertretern der Fangruppierungen zu den Geschehnissen in Wattenscheid aus. Das vorhandene Videomaterial, auf dem der wohl auslösende Moment und die ad hoc folgenden Aktionen von Fans der Alemannia, Ordnungsdienstmitarbeitern und Polizei zu sehen sind, ist für uns momentan trotz aller Bemühungen aufgrund eines laufenden Ermittlungsverfahrens noch nicht einsehbar.

Somit verfügen wir leider noch nicht über alle Informationen, die wir benötigen, um uns abschließend detailliert zu den Vorkommnissen äußern zu können. Nach den Berichten unseres erfahrenen Fanbeauftragten und weiterer Augenzeugen soll eine durch den Zaun gereichte Tapetenrolle (Spruchband) Ausgangspunkt aller weiteren Ereignisse gewesen sein. Bei diesen wurden ein Wattenscheider Ordner und mehrere Aachener Fans verletzt. In einem Fall liegt uns eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vor. Nach den uns bekannten Berichten sollen auch völlig Unbeteiligte von dem polizeilichen Einsatz betroffen worden sein und Verletzungen erlitten haben. An dieser Stelle wünschen wir vor allen Dingen allen Verletzten gute Besserung.

Gewalt hat in den Stadien nichts zu suchen! Wir rufen alle Seiten, auch die Polizei, zu einem dem Anlass angemessenen Verhalten mit Augenmaß auf. In den Gesprächen mit der Polizei haben wir eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse gefordert.

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