Testspiele - Saison 1920/1921 - 1. Spieltag - Sonntag 15.08.1920  - 17:00 Uhr
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Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Hennes – E. Laumen, Walchenbach – J. Wesché, F. Schmitz, Altenkamp - E.? Deppe, Kaussen, F.? Fincke, Fürguth, Cl. Baurmann

FC Bern: Oschwald – Aberegg, Beuchat – Röthlisberger, Schneebeli, Schar – Weiss, Beck, Quinelet, Küng, Galli

Tore

1:0 Fincke (17.), 2:0 Wesché (25.), 2:1 Weiss (55.), 2:2 Laumen (90.Eigentor)

Schiedsrichter:

Dondelinger (Köln)

Zuschauer:

(auf dem Sportplatz Tivoli)

15.8.1920: Alemannia Aachen - FC Bern 2:2

Die grossen auf die Gäste gesetzten Erwartungen sind wohl nicht erfüllt worden. Verwöhnt durch das Wiener Spiel, das man wohl als sportliche Feinkost bezeichnen kann, war man durch den guten Ruf, der den Schweizern vorausging, wiederum auf eine, wenn auch geringere Niederlage als gegen Wien gefasst, aber lediglich Selbstverschulden zweier unserer Leute verhalf den Bernern zu einem Gleichspiel.

Mit schussfreudigen Angriffen auf beiden Seiten verging die 1. Hälfte des Spiels, das von Herrn Dondelinger (Köln 99) meisterhaft geleitet wurde und uns durch Finke und Wesche 2 Erfolge brachte. Nach Wechsel Umstellung der Gäste und dadurch bedingt gute Angriffe, teils gut, teils mit Glück von unserer Verteidigung gemeistert. Ein von uns verschuldeter Strafstoss und ein Selbsttor in der letzten Minute brachten die Zünglein der Wage einander gegenüber, nachdem durch Drängen der Schweizer die einzigen spannenden Momente erst gegen Schluss des Kampfes gezeigt wurden.

Da unsre Mannschaft mit Ausnahme von Laumen (für Schaps) in gleicher Aufstellung wie gegen Wien spielte, und schon bei dieser Gelegenheit einer ausführlichen Kritik unterworfen ist, beschränke ich mich damit, einige Worte über Laumen zu sagen. Während ihn viele für einen Spieler von Gottes Gnaden halten, finden andere, und zu denen zähle auch ich, dass ihm noch manches zum Ligaspieler fehlt, in erster Linie überlegtes Zuspiel und mehr Zutrauen zu unserem Schwimm. Wenn ich angenommen hätte, unsere Elf hätte ein wenig von dem prachtvollen Sichfreistellen der Wiener sich zu eigen gemacht, so sah ich mich leider getäuscht. Es ist das eigentlich jammerschade, denn bei unserem exakten Zuspiel (?) würde die Mannschaft bald andere Erfolge haben.

(Vereinszeitung des Aachener Turn- u. Sportvereins Alemannia 1847 / Nr. 10; Oktober 1920)

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