HolzScherf
Testspiele - Saison 1908/1909 - 17. Spieltag - Sonntag 18.04.1909  - 16:00 Uhr
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Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Laumen – M. Breuer, Emunds – J. Boeven, Roolf, Essers – N. Creutz, T. Boeven, Tillmanns, E. Pullen, Rex

MVV Maastricht: u.a. Gebr. van Kan

Tore

1:0 Roolf, 2:0 Pullen

Zuschauer:

(auf dem Sportplatz Tivoli)

18.4.1909: Alemannia Aachen - Maastrichter VV 2:0

Die Maastrichter haben sich, seit ich zuletzt sah – vor 1 1/2 Jahren etwa sehr verbessert. Sie zeigen schönes Zusammenspiel und zwar nicht nur innerhalb der Stürmerreihe, sondern besondern noch zwischen Stürmern und Läufern.  In der ersten Hälfte sind sie dauernd überlegen. Sie erreichen jedoch nur einige gefährliche Momente vor dem Aachener Tor, wo Laumen dann rettend eingreift. Unsere Stürmer sind völlig machtlos gegen das draufgängerische aber nicht unfaire Spiel der gegnerischen Verteidigung. Da sie den Ball nicht in der feindlichen Hälfte festzuhalten vermögen, ist unsere Verteidigung überlastet, und wir können von Glück sagen, dass es bei der Pause 0:0 steht.

Die zweite Hälfte sieht uns zum grössten Teil im Angriff. Trotzdem wir Wind und Sonne im Rücken haben, erreichen unsere Stürmer vorläufig nichts. Das Spiel droht abzuflauen, als Roolf 20 Minuten vor Schluss aus 20 m Entfernung schön einsendet. Das 2. Tor fällt kurz nachher aus einem Gedränge, von Pullen getreten. Das Spiel wird jetzt wieder offener, doch keiner Partei ist ein Erfolg mehr beschieden. In der holländischen Mannschaft gefielen besonders die Gebr. van Kann (rechter Verteidiger, linker Läufer), ferner der Linksinnen und der Rechtsaussen.

Das Spiel unserer Stürmerreihe wird den Leuten eine bittere Enttäuschung gebracht haben, die behauptet  hatten, sie stehe an Spieltüchtigkeit der der I. nicht nach. Dass sie gegen eine wirklich erstklassige Mannschaft, wofür ich Maastricht nicht halte, noch weniger leisten würde, hat sie hier gezeigt; denn unter besseren Umständen hat sie nie gespielt, da sie von der Läuferreihe, in der Roolf glänzte, vorzüglich unterstützt wurde. Boeven und Essers spielten wie gewohnt, auch mit dem Unterschiede, dass Boeven seinen Flügel gut deckte, während Essers den seinigen sehr oft durchlaufen liess. Breuer, Emunds und Laumen hatten in der ersten Hälfte schwere Arbeit. Ihrem aufopfernden Spiel ist es hauptsächlich zu verdanken, dass das Resultat nicht anders ausfiel.

(Nachrichtenblatt d. F.C. Alemannia, No. 9 / 1. Mai 1909)

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