Fr, 21. Januar 2011

Sergiu Radu: Unterschrift und erstes Training

Stürmer kommt ablösefrei vom FC Energie Cottbus – Vertrag bis 2012

Es gab viel zu tun für Sergiu Radu an seinem ersten Arbeitstag bei Alemannia Aachen: Um 8 Uhr sportärztliche Untersuchung, anschließend Unterzeichnung eines Vertrages bis 2012, Vorstellung bei den neuen Kollegen und um 10 Uhr erstes Training auf dem alten Tivoli.

Die Alemannia hat mit dem Rumänen den gesuchten Stürmer gefunden. Nachdem der 33-Jährige seinen Vertrag beim FC Energie Cottbus aufgelöst hatte, schloss er sich ablösefrei den Schwarz-Gelben an. Radu ist sofort spielberechtigt, erhält die Nummer 45 und wird am Samstag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC bereits zum Kader gehören.

Ein Schuss Erfahrung habe der Mannschaft in der Offensive gefehlt, eine Spur Abgezocktheit, findet Sportdirektor Erik Meijer. „Außer Benny Auer hat kein Stürmer konstant Torgefahr ausgestrahlt. Unser zweitbester Torschütze ist Marco Höger, und der spielt im rechten Mittelfeld“, stellt er fest. Da der Name Radu auch bei den Trainern auf Zustimmung stieß, nahm Meijer vor einigen Tagen Kontakt zum einmaligen rumänischen Nationalspieler auf, dessen Situation in Cottbus unbefriedigend war. „Dass er noch ein Haus hier in der Gegend besitzt, war Zufall“, berichtet Meijer, wobei die sportlichen Vorzüge natürlich im Vordergrund stehen. „Er macht uns offensiv stärker. Sergiu ist ein Mann, der in beiden Ligen gezeigt hat, dass er weiß, wo das Tor steht. Wir haben eine junge Mannschaft, die sich sehr gut entwickelt. Wir haben im Winter zwei weitere junge Spieler dazu geholt, aber ein Team braucht auch Leute mit Erfahrung“, sagt der Manager, der selbst im Alter von 33 Jahren an den Tivoli wechselte.

„Wir haben hier eine junge Mannschaft und einen jungen Trainer. Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung helfen kann“, sagte Radu nach seiner ersten Einheit. „Ich möchte mich bei Erik Meijer und Peter Hyballa für das Vertrauen bedanken. Für die Alemannia zu spielen, ist ideal für mich“, erklärt der neue Stürmer. Er kenne die Gegend und den Verein aus seiner Zeit beim 1. FC Köln. Dadurch kann er jetzt wieder ins eigene Haus einziehen, die Familie kommt bereits nächste Woche nach – tatsächlich ein Idealzustand. „Er ist ein Tempospieler, danach haben wir gesucht“, freut sich auch Coach Peter Hyballa über die neue Option im Sturm.