Mi, 31. Oktober 2012

„Haben uns ein bisschen Luft verschafft“

Alemannias Aufsichtsrat nimmt Stellung zur aktuellen Situation und begründet die Trennung von Frithjof Kraemer.

Die Sorgenfalten sind rund um den Tivoli nicht abrupt verschwunden, so viel steht fest. Dass sich die Alemannia momentan in einer nach wie vor ernsten Lage befindet, wurde am Mittwoch nochmals deutlich unterstrichen, als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Meino Heyen, Vize-Präsident Helmut Kutsch und Aufsichtsratsmitglied Michael Nobis vor die Presse traten, um Stellung zur aktuellen Situation des Klubs zu nehmen. „Doch wir haben uns finanziell ein bisschen Luft verschafft“, betonte Heyen. „Das bedeutet nicht, dass unsere Probleme auf einen Schlag beseitigt sind. Aber wir haben uns eine Situation verschafft, aus der heraus wir besser agieren können. Eines war uns in den vergangenen Stunden enorm wichtig, nämlich dafür zu sorgen, dass eine drohende Insolvenz abgewehrt werden kann. In dieser Hinsicht sind wir ein gutes Stück voran gekommen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Neues, benötigtes Geld liege auf dem Tisch, so der Aufsichtsrat. „Mit Hochdruck wird dadurch weiterhin an einer endgültigen Lösung gearbeitet“, verriet Vize-Präsident Kutsch. Primäres Ziel sei es in den kommenden Wochen und Monaten vor allem, dass verlorengegangene Vertrauen zu Partnern und Gläubigern wieder herzustellen. Um die Trennung von Geschäftsführer Frithjof Kraemer sei man in diesem Zusammenhang nicht vorbei gekommen. „Alles, aber auch wirklich alles wird momentan – besonders mithilfe eines externen Expertenteams – auf den Kopf gestellt. Wir brauchen Klarheit, und die werden wir bekommen. Die Trennung von Frithjof Kraemer war und ist für uns ein notwendiger Bestandteil, die aktuelle Situation in den Griff zu bekommen“, sagte Nobis.

Bis Mitte kommender Woche werden alle Unterlagen bis ins Detail gesichtet. „Wir müssen unsere Aufgaben machen. Auch wenn wir jetzt wieder ein bisschen Luft zum Atmen haben, liegt noch viel Arbeit vor uns“, so Heyen.

Dies gilt auch für die Suche nach einem Nachfolger für Frithjof Kraemer. Bis auf Weiteres ist Uwe Scherr alleiniger Geschäftsführer, dennoch laufe die Suche nach einem neuen Geschäftsführer auf Hochtouren. „Wir setzen uns derzeit mit diesem Thema intensiv auseinander und sind alle daran interessiert, eine schnelle Lösung zu finden“, so der Aufsichtsratvorsitzende.


Alemannia Aachen

 
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